Schlaf u. Cabello Marfil Rechtsanwälte
Schlaf u. Cabello Marfil Rechtsanwälte

Familienrecht

Im Familienrecht hat sich Rechtsanwältin Inmaculada Cabello Marfil auf folgende Schwerpunkte spezialisiert:

 

Eheverträge

Die Wichtigkeit eines gut gestalteten Ehevertrages sollte nicht unterschätzt werden. Häufig begegnen Eheverträge Vorurteilen; zu Unrecht, wie wir meinen. Ein Ehevertrag ist keineswegs Ausprägung eines Misstrauens der Ehegatten untereinander. Im Gegenteil: Ein durchdachter und ausgewogener Ehevertrag hilft, im Falle eines Scheiterns der Ehe die Auseinandersetzung des gemeinsamen Vermögens sowie die sonstigen Scheidungsfolgesachen zu beschleunigen und streitfrei zu regeln.

Darüber hinaus gibt es viele Ehen, in denen der Abschluss eines Ehevertrages unumgänglich ist, so z.B., um große Firmenvermögen aus dem Zugewinnausgleich herauszunehmen, da andernfalls durch die im Falle der Scheidung anfallende hälftige Ausgleichspflicht in vielen Fällen eine existenzielle Bedrohung für das jeweilige Unternehmen entstehen könnte.

Wir gestalten Eheverträge und beraten Sie bei allen zugehörigen Fragen.

 

Sorgerecht

Die elterliche Sorge ist ein dem Interesse des minderjährigen Kindes dienendes gesetzliches Schutzverhältnis. Sie umfasst die Personensorge, die Vermögenssorge sowie die Vertretung des Kindes. Die Personensorge umfasst vor allem die Erziehung, Pflege und Beaufsichtigung des Kindes sowie das Recht, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen. Der gewichtigste Gesichtspunkt der Personensorge ist das Recht zur Erziehung und das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Damit haben die Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, den Aufenthaltsort des Kindes festzulegen.

 

Umgangsrecht

Leben die Eltern getrennt, hat der Elternteil, der nicht mit den Kindern zusammenlebt gegen den Elternteil, in dessen Obhut sich die Kinder befinden, einen Anspruch auf regelmäßigen Umgang mit den Kindern, dessen Umfang im Streitfall vom Familiengericht festgelegt werden muss. Auch Großeltern haben einen Anspruch auf Umgang mit ihren Enkelkindern unter bestimmten Voraussetzungen.

 

Kindesunterhalt

Der Kindesunterhalt ist der Unterhalt, den die Erziehungsberechtigten (oder Dritte) ihren Kindern gegenüber zu leisten verpflichtet sind. Eltern schulden grundsätzlich ihren Kindern Unterhalt, solange sich diese in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden und nicht genug eigenes Einkommen bzw. Vermögen haben, um für ihren Unterhaltsbedarf selbst aufzukommen. 

 

Unterhalt zwischen Eheleuten

Hier ist zu unterscheiden zwischen dem Trennungsunterhalt und dem nachehelichen Unterhalt.

Sollten sich die Eheleute trennen, so kann der Berechtigte vom Verpflichteten den Trennungsunterhalt verlangen, der sich an den jeweiligen Vermögens- und Einkommensverhältnissen der Eheleute orientiert.
Der Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht auch dann, wenn der Unterhaltsberechtigte selbst genug eigenes Einkommen hat, um davon leben zu können, sofern nur der Unterhaltsverpflichtete ein höheres Einkommen hat.
Bei der Unterhaltsberechnung ist der sogenannte Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen zu beachten. Dieser dem Unterhaltsverpflichteten verbleibende Mindestbetrag darf nicht durch den Unterhaltsberechtigten angegriffen werden, auch wenn der Unterhaltsberechtigte dann keinen oder nur einen geringen Unterhalt erhält.

Nach der Scheidung kann der Berechtigte vom Verpflichteten den nachehelichen Unterhalt fordern. Es gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung. Nach der Scheidung obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu außerstande, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nur in besonderen Fällen. Die Rechtsprechung hat sich im Hinblick auf den nachehelichen Unterhalt jedoch restriktiv entwickelt, so dass die Unterhaltsrenten zeitlich und betragsmäßig abnehmen. Der nacheheliche Unterhalt hat weitaus engere Voraussetzungen als der Trennungsunterhalt. Es muss neben dem Einkommensunterschied grundsätzlich hinzukommen, dass dieser Einkommensunterschied zumindest teilweise seine Ursache in der Ehe hat, also ein ehebedingter Nachteil vorliegt.

Wir berechnen in jedem individuellen Fall die Unterhaltsverpflichtungen anhand der gerichtsgängigen neuesten und besten Berechnungsprogramme und kommen so zum optimalen Ergebnis.

 

Verwirkung des Unterhaltsanspruchs

Nach § 1579 Nr. 2 bis Nr. 8 BGB können Unterhaltsansprüche von Eheleuten auch verwirken. Ein Unterhaltsanspruch ist zu versagen, herabzusetzen oder zeitlich zu begrenzen, soweit die Inanspruchnahme des Verpflichteten auch unter Wahrung der Belange eines dem Berechtigten zur Pflege oder Erziehung anvertrauten gemeinschaftlichen Kindes grob unbillig wäre. Wir beraten Sie entsprechend und teilen Ihnen die Sachverhalte und Rechtsvorschriften mit, die für die Verwirkung entscheidend sind.

 

Unterhaltsanspruch der nichtehelichen Mutter

Der Kindsvater muss der Mutter diejenigen finanziellen Nachteile ersetzen, die die Mutter erleidet, weil sie wegen der Geburt nicht oder nur noch in geringerem Maße als vor der Schwangerschaft erwerbstätig sein kann, also ist der Ausfall der Erwerbsmöglichkeit zu ersetzen. Wir beraten Sie rund um alle Unterhaltsfragen der nichtehelichen Eltern und die optimale Lebensgestaltung.

 

Ehescheidung

Wir beraten und vertreten Ehepartner und Geschiedene außergerichtlich und gerichtlich in Ehe-, Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten, wie vor allem Scheidung, Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Versorgungsausgleich, Vermögensauseinandersetzung, Wohnungszuweisung und Hausratsteilung und allen anderen denkbaren familienrechtlichen Streitigkeiten. Daneben natürlich auch in Sorgerechtsangelegenheiten, wegen Umgangsrecht, Kindesunterhalt, Kindschaftssachen usw.
Wir beraten Sie im Zuge anstehender Scheidungsfolgenvereinbarungen und helfen bei der Erstellung einer solchen Vereinbarung.

 

Versorgungsausgleich

Dem Versorgungsausgleich, also der Anpassung / Angleichung der erworbenen Rentenanwartschaften kommt im Rahmen der Ehescheidung Bedeutung zu. Unter gewissen Voraussetzungen ist ein Ausschluss des Versorgungsausgleichs möglich. Die Unterlassung der Durchführung des Versorgungsausgleichs ist bei einem Konsens der Eheleute unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wir beraten und Vertreten Sie gerne im Hinblick auf die Durchsetzung Ihrer Interessen.

 

Die Scheidungsfolgesachen

Die Scheidungsfolgesachen können im Verbund mit dem Scheidungsverfahren in einem einheitlichen Verfahren geregelt werden. Es geht vor allem um vermögensrechtliche Fragen, also den Zugewinnausgleich, den Unterhalt, Hausrat, eheliche Wohnung etc. und im Falle des Vorhandenseins von Kindern natürlich auch um die Fragen des Sorgerechts und Umganges. Wir setzen uns unter Anwendung der aktuellsten Rechtsprechung und der neuesten Berechnungsprogramme für die vermögensrechtlichen Ansprüche unserer Mandanten ein.


Zugewinnausgleich

Der Zugewinnausgleich sieht die Teilung des Vermögens vor, das die Eheleute während der Ehe gemeinsam erwirtschaftet haben. Der Zugewinnausgleich findet statt, sofern die Eheleute im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben. Dabei liegt der Gedanke zu Grunde, dass alle Beiträge, die die Eheleute in der ehelichen Gemeinschaft leisten, gleichwertig sind. Haushaltsführung und Kindererziehung des einen Ehepartners haben denselben Wert wie die Erwerbstätigkeit des anderen Ehepartners; Zugewinnausgleich findet nicht statt, wenn die Eheleute in einem Ehevertrag Gütertrennung vereinbart haben. Der Zugewinnausgleich wird auf anwaltlichen Antrag vom Gericht durchgeführt, dies im Zusammenhang mit einem Scheidungsantrags oder isoliert. Auch der Zugewinnausgleichsanspruch kann ebenso wie der Unterhalt verwirkt sein.
Wir beraten Sie bestmöglich und rechtsgestaltend zu allen Belangen und Fragen zum Thema Zugewinnausgleich.

 

Ehewohnung und Hausrat

Zum Hausrat sind alle Gegenstände zu zählen, die zur Einrichtung gehören, gebraucht oder verbraucht werden. Bei der Ehewohnung handelt es sich um die Wohnräume, die zuletzt von beiden Eheleuten gemeinsam zu Wohnzwecken benutzt wurden.
Wie der in der Ehe angesammelte Hausrat zwischen den Eheleuten zu verteilen ist, kann im Streitfall ebenfalls vom Gericht entschieden werden. Ein Ehegatte kann verlangen, dass ihm der andere Ehegatte anlässlich der Scheidung die Ehewohnung überlässt, wenn er auf deren Nutzung unter Berücksichtigung des Wohls der im Haushalt lebenden Kinder und der Lebensverhältnisse der Ehegatten in stärkerem Maße angewiesen ist als der andere Ehegatte oder die Überlassung aus anderen Gründen der Billigkeit entspricht. Können sich die Eheleute nicht darüber einigen, wer ausziehen muss, wird das Familiengericht auf Antrag die Zuweisung der Wohnung an einen der Ehepartner zur Alleinnutzung bestimmen.

 

Einstweilige Anordnungen

Ist in bestimmten Frage besondere Eile geboten, zum Beispiel in Unterhalts- oder Sorgerechtsfragen, beantragen wir für Sie bei Gericht eine einstweilige Anordnung.
Das Gericht kann durch einstweilige Anordnung eine vorläufige Maßnahme treffen, soweit dies nach den für das Rechtsverhältnis maßgebenden Vorschriften gerechtfertigt ist und ein dringendes Bedürfnis für ein sofortiges Tätigwerden besteht. Die Maßnahme kann einen bestehenden Zustand sichern oder vorläufig regeln. Einem Beteiligten kann eine Handlung geboten oder verboten, insbesondere die Verfügung über einen Gegenstand untersagt werden. Das Gericht kann mit der einstweiligen Anordnung auch die zu ihrer Durchführung erforderlichen Anordnungen treffen.

 

Gewaltschutzverfahren

Das zum 01.01.2002 in Kraft getretene Gewaltschutzgesetz dient dem präventiven zivilrechtlichen Schutz der Personen, die Opfer von Gewalttaten (insbesondere häusliche Gewalt), Bedrohungen oder Nachstellungen (Stalking) geworden sind.
Wir können für die verletzte oder bedrohte Person einen entsprechenden Antrag bei Gericht stellen. Das Gericht kann nach erfolgtem Antrag verschiedene Anordnungen zum Schutz der verletzten oder bedrohten Person treffen.
Es kann unter anderem dem Antragsgegner verboten werden, die Wohnung der verletzten Person zu betreten, sich in einem gewissen Umkreis der Wohnung nicht aufzuhalten, einen bestimmten anderen Ort aufzusuchen, an dem sich die verletzte Person regelmäßig aufhält, z.B. Arbeitsstelle (Aufenthalts- und Näherungsverbot) oder mit der verletzen Person Kontakt aufzunehmen, persönlich, schriftlich, per Telefon, SMS, E-Mail oder über dritte Personen (Kontaktsperre).

 

Die Kosten des Verfahrens

Selbstverständlich bietet sich im Rahmen sämtlicher Familiensachen unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit Verfahrenskostenhilfe zu erhalten. Den amtlichen Vordruck für die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse können Sie auf unserer Homepage unter finden.

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